Einer guten alten Tradition folgend, möchten wir alle darüber informieren, was das Jahr 2010 für das Team vom r-m-p bedeutet hat.
Vorab sei eins gesagt: es war ein aufregendes, bewegtes und gutes Jahr.

In das Jahr gestartet sind wir mit einem sehr guten Auftragspolster, das schon in 2009 generiert werden konnte, so dass die neu hinzugewonnenen Projekte die angestrebte personelle Ausweitung dann auch ermöglicht hat. Zahlreiche Neubauten in Passivhausqualität konnten in diesem Jahr an die Bewohner übergeben werden und beim Tag des Passivhauses standen auch einige dieser Gebäude der Öffentlichkeit zur Besichtigung offen. Eine durchweg positive Resonanz unserer Bauherren sowie der Besucher bestärkt uns, auf dem eingeschlagenen Weg weiter zu gehen.
Noch Ende letzten Jahres haben wir unseren „Selbstversuch“ - die Renovierung eines Wohn- und Geschäftshauses in Mannheim zum Passivhaus - abgeschlossen. Mittlerweile können wir auf mehr als ein Jahr Erfahrung mit dieser Passivhaus-Sanierung zurückblicken. Das Haus wird im Erdgeschoss als Büro und in den beiden Obergeschossen als Wohnung genutzt und hat sich bestens bewährt. Trotz der heißen Sommertage blieb es angenehm kühl und sowohl im letzten Winter, als auch bei den aktuell frostigen Temperaturen, ist es immer kuschelig warm.
Da wir die Verbrauchswerte natürlich genau „im Auge haben“, können wir auch hier eine Erfolgsstory erzählen. Der Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser des Gebäudes lag über den Zeitraum der letzten 13 Monate bei lediglich 11,8 KW/qm*a, was den Grenzwert des Passivhauses von 15 KW/qm*a sogar noch deutlich unterschreitet.
Damit darf dieses Projekt wohl als eine zukunftsweisende Investition herausgestellt werden. Auch Vertreter der Stadtverwaltung von Mannheim haben sich unserer Meinung angeschlossen und den Leuchtturmcharakter dieses Vorhabens damit unterstrichen, dass unser Haus zum Klimaschutzprojekt der Stadt Mannheim gewählt wurde.
Neben vielen privaten Passivhäusern sind wir zurzeit auch mit der Planung eines öffentlichen Gebäudes, einer Kindertagesstätte mit Gemeindesaal und Jugendhaus, für die Stadt Rheinstetten befaßt. Hier konnten wir einen eingeladenen Wettbewerb, den wir zusammen mit dem greenX-Partnerarchitekten Martin Wamsler bearbeitet haben, für uns entscheiden.
Ein weiteres Gebäude für die öffentliche Hand, nämlich das Verwaltungsgebäude der Deponie in Malsch, steht kurz vor der Übergabe an die Nutzer. Hier haben wir neben der Passivhaustechnologie weitere ressourcesparende Aspekte verwirklichen können. So ist das gesamte Tragwerk aus Recyclingbeton hergestellt. Das heißt, ein Großteil des Zuschlagstoffs im verwendeten Beton, stammt aus Abbruchmaterial eines nahegelegenen Gebäudes.
Die Strategie von r-m-p ist es, innerhalb der Passivhaus-Szene mit zu den Besten zu gehören. Deshalb werden von r-m-p auch nicht nur wunderschöne und funktionierende Passivhäuser geplant, sondern auch weiter Aktivitäten entfaltet. Die seit Jahren praktizierte Mitarbeit bei greenX - die Passivhausarchitekten und die Gründung von ProPassivhaus e.V. sind dabei wichtige Kompetenzzentren.
Seit nunmehr 2 Jahren sind einige Teammitglieder von r-m-p auch bei der Ausbildung zum zertifizierten Passivhausplaner involviert. In diesem Jahr konnten mit unserer Mithilfe 7 Kurse erfolgreich abgeschlossen werden, darunter auch Kurse in Ausland, die jeweils in englischer Sprache unterrichtet wurden.
Zusätzlich zu diesen Ausbildungen waren Werner Füßler, Roland Matzig und Ingo Höffle als Redner bei zahlreichen Konferenzen zum Thema Passivhaus eingeladen. Auch im Ausland ist die Nachfrage nach unseren Vorträgen enorm gestiegen, so dass wir u. a. Vorträge in Griechenland, Türkei, Rumänien, Bulgarien, Tschechien, Polen, Frankreich, Belgien und England halten durften. Dabei konnten nicht nur wichtige Botschaften transportiert werden, sondern auch geschäftliche Kontakte ausgebaut werden. Als Resultat dieser Bemühungen hat r-m-p zusätzliche Bürostandorte aufbauen können und wird diese Expansion auch weiter verfolgen. Neben den Büros in Mannheim und Frankfurt bieten wir unsere Dienstleistungen deshalb zurzeit auch aktiv in London (UK) und Istanbul (Türkei) jeweils zusammen mit örtlichen Partnern an.
Die weltweit steigende Nachfrage nach energieeffizienten Bauten unterstützt unsere Bemühungen neue Märkte zu erschließen, so dass wir davon ausgehen dürfen, mit den neuen Standorten bald wichtige lokale bauliche Antworten auf die Fragen des Klimaschutzes geben zu können.
Das alles war und ist nur möglich, da r-m-p eine klare Vision des zukunftsfähigen Bauens verfolgt, die von einem hochmotivierten Team bearbeitet und zusammen mit unseren weitsichtigen Auftraggebern realisiert wird.
Deshalb möchte ich allen für das Vertrauen und das Engagement in r-m-p meinen aufrichtigen und herzlichen Dank sagen. Wir sind auf dem richtigen Weg und werden diesen auch gemeinsam weiter gehen.
DANKE! Frohe Festtage und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!
Roland Matzig